Suizid

Hallo meine Lieben,

auf Ask habe ich gerade einen neuen Themenvorschlag bekommen. In diesem Artikel, geht es um den Suizid, wie euch der Name bereits verrät. Suizid ist in unserer Generation, leider ein sehr gefragtes Thema. Es liegt in dem Denken des Menschens, immer das schlechte intensiver wahrzunehmen, als das Schöne. Ich weiß gerade zugegebenermaßen gar nicht wo ich beginnen soll, da dieses Thema so viele verschiedene Kategorien hat. Diese Welt, dieses Leben ist gefüllt von Hass und Leid. Verrat und Enttäuschung. Von uns wird täglich so viel verlangt, ohne das bemerkt wird, das manche von uns diesem Druck keinen Stand halten können. Außenstehende können Vieles, was ich hier schreibe leider gar nicht, oder nur teilweise verstehen. Es gibt viele Gründe die zum Suizid führen können. Dazu gehören vor allem Psychische Krankheiten, Mobbing, Privater Stress, Traumatische Erlebnisse wie eine Vergewaltigung oder eine Sexuelle Belästigung, Fehlende Anerkennung und so weiter. Meistens jedoch treffen viele dieser Gründe aufeinander. Suizid ist ein gewählter weg, dieses Leben hinter sich zu lassen. Fort zu gehen. Suizid ist die Hoffnung, das irgendwo anders, alles besser ist. Ein Beweis von fehlenden Kräften um weiterzukämpfen,  am Ball zu bleiben und Hoffnung zu schöpfen. Manche von uns sagen es, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Manche von uns lachen darüber. Und manche von uns, haben nur noch diesen Wunsch, einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen, weil sie das Leben satt haben. Sie wollen nicht mehr weinen, leiden. Nie mehr enttäuscht oder verletzt werden. Nie mehr schweigen, wo sie hätten Reden sollen. Und aus dieser Denkweise entwickelt sich ein Hoffnungsschimmer. Ich selbst habe mit diesem Vorgang schon bekanntschaft gemacht. Eine gute Freundin von mir, hat sich vor einem Jahr vor einen Zug geschmissen. Alles was von ihr übrig blieb, waren die Erinnerungen und die Blutverschmierten Gleisen. Sie ist gegangen, weil sie anders war als andere. Sie hatte einen anderen Humor. Sie war einfach ein Mensch für sich. Sie fühlte sich unverstanden und hatte längst den Glauben daran verloren, dass jemand ihr helfen könnte. Wenn ein Mensch sich felsenfest gegen das Leben entscheidet, kann nichts und niemand diesem Menschen mehr helfen. Es bringt nichts, zu versuchen, ihm die  schönen Seiten zu zeigen, die dieses Leben zu bieten hat, denn in allem, was ihn davon abhalten könnte, ist er blind. Er hat den sogenannten Tunnelblick und sieht nur das, was ihm zu seiner Entscheidung beiträgt und ihm mehr Mut macht, diesen Weg des Suizids einzuschlagen. Freunde und Verwandte fühlen sich oft hilflos, machtlos. Sie würden so gerne etwas tun, um zu helfen, erreichen aber nur eine  mit Eis belegte Schutzmauer. Es gibt Menschen unter uns, die einen festen Lebenswillen haben- und es gibt Menschen, die ihn verloren haben. Ich habe es gehasst, aufzustehen. Ich wollte liegen bleiben und traurige Musik, in meinem finsteren Zimmer hören. Mit niemandem Reden. Niemanden sehen. Ich wollte nur noch in meinem Kummer und in meiner Angst versinken. Ich selbst habe Bordeline und war mehrmals in einer Behandlung deswegen. Ich selbst, weiß wie es sich anfühlt, sich zu verletzen um sich selbst zu  spüren. Ich selbst wurde Vergewaltigt. Ich selbst hatte in meinem Verwandtenkreis Suchtprobleme mit Heroin und Alkohol. Mit Schlägen und Mobbing. Ja, auch ich habe erlebt, wie eine Freundin sich das Leben nahm. Auch ich hatte das Gefühl, Schuld zu sein, weil ich es nicht verhindern konnte. Auch ich hatte Deprissionen und Schlimme Phasen. Auch ich war dem Suizid nah und dem Leben umso ferner. Auch ich hatte eine kleine Esstörung. Und auch ich, hatte Halluzinationen, Panik, Angst. Auch ich hatte oft das Gefühl, dass ich es nicht wert bin zu leben, oder alles keinen Sinn macht. Ja.. ich kann mir vorstellen, wie jeder einzelne von euch sich fühlt. Ich stand so oft an dem Punkt, an dem ich alles hinwerfen wollte.. doch seht her, jedes gottverdammte mal habe ich mich dagegen entschieden. Und ich bin froh darüber noch am leben zu sein. Manche von uns haben es schwerer, weil sie die Lasten von Krankheiten, psychisch oder körperlich mit sich schleppen müssen. Und manche haben es leichter- was nicht heißt, das wir, die, die es schwieriger haben, weniger wert sind. Oder weniger geliebt oder aktzeptiert werden. Wir sind nicht schwach, weil wir hinfallen und einen Moment daran zweifeln ob es sich lohnt aufzustehen.. wir sind erst schwach, wenn wir zu Müde von dem Leben sind, dass wir gar nicht erst versuchen wieder aufzustehen. Leben, bedeutet für uns alle etwas anderes. Suizid, bedeutet für alle das gleiche. Viele fragen sich, was nach dem Tod passiert. Es gibt tausend Möglichkeiten- jeder hat seinen anderen glauben. Wichtig ist nur, dass man nicht aufgibt. Und anfängt das tolle und wunderbare an diesem Leben zu sehen und zu schätzen. Hey, es sind nicht alle Freunde hinterhältig. Nicht jeder redet schlecht über dich. Und der Stress zuhause, der wird sich wieder klären, so, wie er sich bisher immer geklärt hat. Mieser Tag auf der Arbeit, lief eben mal nicht perfekt, doch wird jetzt wieder besser. Hast du schonmal aus dem Fenster gesehen und beobachtet, wie ein Vogel fliegt? Eine Briese von Freiheit. Schau dir im Sommer, all die wunderschönen blühenden Blumen an, wie sie duften. Achte auf Kleinigkeiten, auf ein Kinderlachen. Achte darauf, wie glücklich es dich macht, die wichtigsten Personen in deinem Leben glücklich zu sehen. Setze dir keine großen Ziele, sondern immer nur kleine. Du brauchst Erfolgserlebnisse- stell dich deinen Ängsten, denn nur so kannst du sie beseitigen. Alles was du tust oder willst. liegt in deiner Hand. Wenn du deine Denkweise änderst, änderst du dein Leben. Und vor allem den Wunsch zu sterben- denn warum  sterben, wenn das Leben gar nicht NUR so grausam ist, wie du es zurzeit wahrnimmst? Du Kannst alles schaffen, was du schaffen willst, das verspreche ich dir.

Ich hoffe ich konnte vielen von euch mit meiner Geschichte und meinen Ansichten herraus Mut zur Veränderung machen.

Die Angst klopft an. Das Vertrauen öffnet. Niemand war da.

2 Gedanken zu „Suizid“

  1. Wow, das hast Du echt mega gut geschrieben, und Mich berührt das richtig. Allein aus dem Grund da Ich selbst borderline habe und suizidale Gedanken, Ich weiß auch wie sich das alles anfühlt.

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